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Fahrradkönigreiche

Polesien

Woiwodschaft
Podlaskie
Königreich:
Polesien
Routen im Königreich:
3
Orte im Königreich:
118

Polesien liegt an der Grenze Polens zu Weißrussland und zur Ukraine. An der polnischen Seite befindet sich ein kleines, jedoch weit ausgedehntes Gebiet dieser Region, das sich weit in den Osten hinzieht. Die Green-Velo-Route durchschneidet das Gebiet Polesiens von Nord nach Süd.

Im mittleren Teil dieses wunderschönen Gebiets, das auch als Seenplatte Pojezierze Łęczyńsko-Włodawskie bezeichnet wird, wurde 1990 der Nationalpark Polesien gegründet. Er liegt im Westen der Green-Velo-Route und verläuft von Sławatycze, über Włodawa, in Richtung Wola Uhruska in der Nähe zu Weißrussland und zu der Ukraine.

Um diesen Nationalpark zu erreichen muss man mehrere Kilometer von der Route abweichen. Im Park, dessen Direktion ihren Sitz in Urszulin hat, befinden sich geschützte Torfmoore und Sumpfpflanzengemeinschaften. Hier kann man die seltene Sumpfschildkröte sowie zahlreiche Lurcharten antreffen. Das Gebiet dieses Nationalparks gilt auch als eins der größten polnischen Naturreservate für Wasservögel. Die Attraktion sind zahlreiche Pfade und Stege, die durch die Sümpfe führen. Den Park kann man auf den gekennzeichneten Routen durchwandern oder mit dem Fahrrad durchfahren.

Die lediglich in der Gegend von Włodawa flache Landschaft Polesiens, wird nach Süden hin etwas hügeliger. Polesien ist ein Gebiet von kargen Böden, eher dünn besiedelt und nur wenig von Menschenhand gestaltet. Die Pflanzenwelt ist schwach ausgebildet und die nassen Böden dieses Gebiets erinnert zeitweise an eine polare Tundra und Waldtundra.

Im südlichen Teil dieses Gebiets, der an den Fluss Bug und an die Ukraine grenzt, liegen Sumpfgebiete und ein weitreichender Komplex der Kiefernwälder von Sobibor. Hier findet man die sogenannten Flussinseln, die schwer zugänglich und von Feuchtgebieten, den „Inseln“ der Kiefernwälder, umschlossen sind und über die umliegenden Gebiete hinauswachsen. In den Wäldern von Sobibor befindet sich auch ein düsteres Andenken aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts, das deutsche Vernichtungslager Sobibor.

Die Strecke verläuft über Włodawa und Wola Uhruska. Sie sind mit die interessantesten Orte in diesem Teil von Polesien. In Włodawa sind die erhaltenen Denkmäler des multikulturellen Erbes der Einwohner  sehenswert, darunter die architektonischen: die Kirche, die Synagoge und das orthodoxe Gotteshaus. In der Nachbarschaft von Włodawa liegt das Dorf Okuninka am See Jezioro Białe. Hier befinden sich viele Ferieneinrichtungen und agrotouristische Unterkünfte.

Den südlichen Teil dieses Gebiets bildet das hügelige, abwechslungsreiche Landschaftsbild von Wola Uhruska. Vom Aussichtsturm kann man die Gegend bewundern und wenn man seine Route fortsetzt, die nach Chełm führt, fällt der Blick auf die Hügel von Chełm. Hier gibt es viele Auf- und Abfahrten, für die man durch die Schönheit der Aussicht entschädigt wird. Zum ersten Mal wird auch die Landschaft nach dem Gebiet Suwałki wieder hügelig.

Sehenswert ist die auf der Anhöhe liegende Stadt Chełm. Hier sollte man länger bleiben. Diese Stadt war einst die Hauptstadt der Region Chełm und an ihr recht multikulturelles Erbe knüpft die Stadt auch heute noch an. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten sind erhalten geblieben und die bekanntesten davon befinden sich auf dem Hügel in Chełm und in dessen unmittelbarer Nähe. Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit sind die Relikte der Chełmer Kreidestollen, durch die eine unterirdische touristische Route verläuft. In der Nähe der Stadt wurden Radwege mit unterschiedlicher Länge ausgewiesen.

Eine weitere interessante Stadt auf der Green-Velo-Route ist Krasnystaw am Fluss Wieprz. Es lohnt sich, diese Stadt zu besuchen sowie den renovierten Marktplatz und das Jesuiten-Kloster zu besichtigen. Wenn man Krasnystaw wieder verlässt führt die Trasse durch Wälder und über Erhebungen zu einem der Schönsten Orte dieser Tour, nach Roztocze.

Rozwój Polski Wschodniej Europejski Fundusz Rozwoju Regionalnego

Projekt współfinansowany przez Unię Europejską ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Rozwój Polski Wschodniej 2007-2013