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Fahrradkönigreiche

Das Tal von Biebrza und Narew

Woiwodschaft
Podlaskie
Königreich:
Das Tal von Biebrza und Narew
Routen im Königreich:
5
Orte im Königreich:
50

Das Radfahrerparadies Biebrza und Narew ist ein Sumpfgebiet, ein Aufenthaltsort der Elche, ein Eldorado für Vogelliebhaber und für Ruhegenießer. Das Terrain ist sehr groß und stellenweise aufgrund der Überflutungen schwer zugänglich. Dank gut ausgewiesenen touristischen Routen sind die interessantesten Orte der Region problemlos erreichbar. Die Route führt über asphaltierte und unbefestigte Wege, an Tälern von Biebrza und Narew, die im Rahmen der National- und Landschaftsschutzparks unter Naturschutz stehen. Im Frühjahr tritt Wasser aus der Biebrza und dem Narew aus, wodurch die Route schwer passierbar sein kann.

Das Radfahrerparadies Biebrza und Narew erstreckt sich von Nord nach Süd, von Augustów nach Łomża und Białystok. Die Sumpfgebiete des Biebrza-Nationalparks gehören zu den größten Moorkomplexen Europas.

Die Flüsse Biebrza und Narew fließen träge durch die Gegend und in ihren sauberen Gewässern gibt es zahlreiche Fischarten, die die Nahrung für hunderte Vogelarten darstellen, die hier nisten. Die schönste Jahreszeit an der Biebrza ist der Frühling, wenn die Blumen blühen und die Kampfläufer – eine der geschützten Vogelarten – balzen. Damit die Vögel in der Brutzeit Ruhe haben, ist der Zutritt zu dem Gebiet teilweise eingeschränkt.

Das Terrain kann man zu Fuß oder auf dem Wasser – im Kajak, mit einem Stechkahn oder einem Floß - erkunden. Vor allem aber sollte man es mit dem Fahrrad besichtigen. Die Green-Velo-Route ist dafür das geeignetste Mittel, weil sie das ganze Gebiet von Norden nach Süden durchschneidet.

Um jedoch die interessantesten Orte zu sehen, muss man von der Hauptroute zum Beispiel in Richtung Woźnawieś und Forsthaus Grzędy im nördlichen Teil des Nationalparks Biebrzański Park Narodowy abbiegen. Dort befindet das streng geschützte Gebiet Czerwone Bagno. Nach dem 2. Weltkrieg war dies der einzige Aufenthaltsort der Elche in Polen. Dort erstrecken sich äolische Dünen, durch die die Route in Richtung Wilcza Góra führt.

Die Green-Velo-Route verläuft von Augustów am Kanal Augustowski, anschließend am linken Ufer der Biebrza und über Dolistowo und Goniądz zur Festung Osowiec aus dem 19. Jahrhundert, die nie erobert wurde. Ein großer Teil der Green-Velo-Route deckt sich mit der Storchentrasse Podlaski Szlak Bociani, die zum Greenways-Netz gehört, oder verläuft in deren Nähe.

Die nächste Etappe ist der sogenannte Zarenweg Carska Droga, der alte Weg, der von Osowiec am Ostufer der Biebrza nach Süden zum Berg Góra Strękowa verläuft. Dieser Abschnitt ermöglicht die Beobachtung weitläufiger Sümpfe. Auf der Strecke befinden sich viele Aussichtspunkte und Stege, die durch die Wiesen und Sümpfe führen.

Das Narew-Tal in Richtung Łomża, wohin eine Abzweigung führt, ist auch eine interessante und idyllische Route. Das Gebiet steht als Landschaftspark Łomżyński Park Krajobrazowy Doliny Narwi unter Naturschutz. Hier leben zahlreiche Biber, Fischotter, Elche, Fledermäuse und viele Vogelarten. Beachtenswert ist auch die wertvolle und reichhaltige Flora – ca. 40 geschützte Pflanzenarten.

Die Verbindungsstrecke führt nach Łomża – eine multikulturelle Stadt, die drittgrößte in der Region. Sehenswert sind der Dom aus dem 16. Jahrhundert, das Kloster und die Kirche der Benediktinerinnen, die Kapuzinerkirche, der Marktplatz mit dem Rathaus, das Bezirksmuseum Muzeum Okręgowe sowie Friedhöfe verschiedener Religionen. Mit der Stadt war eng die Schauspielerin Hanka Bielicka verbunden, die auf einer Bank sitzend verewigt wurde. Die Promenade und der Yachthafen am Narew sind ebenfalls sehenswert.

Ca. 30 Kilometer von Łomża entfernt befinden sich Verteidigungsanlagen von vier Festungsschulen: der polnischen (Nowogród und Wizna), der russischen (Piątnica), der russischen (Kolno – Nowogród – Zambrów) und der deutschen (Pisa). Liebhaber des Militärtourismus finden hier interessante Ausflugsziele.

Vom Berg Góra Strękowa verläuft die Hauptroute in die reizende Stadt Tykocin – eine Perle des Barocks und eine der schönsten Städte der Woiwodschaft.

Die Synagoge, das Haus des Talmuds, das Alumnat, die Dreieinigkeitskirche und historische Bauten sind die Hauptattraktionen. Von Tykocin nach Białystok verläuft die Route nach Osten durch den Nationalpark Narwiański Park Narodowy, wo man unbedingt über die Fußgängerbrücke aus schwimmenden Stegen zwischen Śliwno und Waniewo gehen sollte.

In den Orten an Biebrza und Narew findet man leicht eine agrotouristische Unterkunft und die hiesigen Gastgeber sind sehr offen und gastfreundlich. Viele touristische Firmen bieten Kajak-, Floß- und Stechkahnfahrten, sowie thematische Ausflüge, beispielsweise die Beobachtung der Elche.

Rozwój Polski Wschodniej Europejski Fundusz Rozwoju Regionalnego

Projekt współfinansowany przez Unię Europejską ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Rozwój Polski Wschodniej 2007-2013