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Routensystem

Grüne Fahrradroute in der Umgebung von Gorowo Iławeckie

Andere Radwege

Distanz (km) Höhe ü. d. M.
Strecke
33.4 km
Zeit der Fahrt
2:13h
Für Wen
Für gelegentliche Fahrräder
Schwierigkeitsgrad
Für Fortgeschrittene
Über die Route
Kennzeichnung
Grün
Neigung
0.71 %
der höchste Punkt
236 m
der tiefste Punkt
88 m
Summe der Einfahrten
236 m
Summe der Abfahrten
229 m
Woiwodschaft
Warmińsko-Mazurskie
Königreich:
Ermland und Umgebung

Mit grüner Farbe gekennzeichnete Fahrradroute, die aus Górowo Iławeckie zum „Storchendorf“ Żywkowo führt, beinahe bis an die polnisch-russische Grenze. Die Route beträgt etwas mehr als 30 Kilometer. Sie ist hervorragend gekennzeichnet, aber relativ beschwerlich durch die löchrigen Asphaltwege.

Allgemeiner Streckenverlauf: Górowo Iławeckie (0,0 km) - Kamińsk (4,1 km) - Dęby (11,4 km) - Żywkowo (21,5 km) - Gałajny (25,8 km) - Górowo Iławeckie (33,4 km).

Aufgrund der Nähe zur Grenze sollte man damit rechnen, dem Grenzschutz zu begegnen und einen Ausweis mit sich führen.
Die Route beginnt und endet in Górowo Iławeckie. Diese Kleinstadt, die eine lange Geschichte und zahlreiche historische Bauwerke besitzt, wurde im 14. Jahrhundert vom Deutschen Orden gegründet, nach der Unterwerfung der ursprünglichen, prußischen Bewohner der Region Natangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Verlauf der Aktion Weichsel ethnische Ukrainer nach Górowo Iławeckie und dessen Umgebung zwangsumgesiedelt. Das hatte für den heutigen Charakter der Stadt Bedeutung. Die frühere protestantische Kirche, die im 14. Jh. erbaut wurde, erfüllt heute die Rolle einer griechisch-katholischen Kirche. Aufmerksamkeit verdient die reich geschmückte Innenausstattung dieses gotischen Kirchengebäudes. Ein weiteres wertvolles, historisches Bauwerk ist das Rathaus, das mitten auf dem Marktplatz steht. Die bauliche Struktur von Górowo ist hervorragend erhalten, die typisch für kleine, mittelalterliche Städte ist. In der Stadt gibt es zwei interessante Museen – das Städtische Museum sowie das einzigartige Museum der Gasindustrie, das in der erhaltenen Anlage des historischen städtischen Gaswerks untergebracht ist.
Die Route verläuft im ersten Teil auf Asphaltwegen durch Felder und Wiesen zum Dorf Kamińsk (das frühere Stablack). Diese Ortschaft liegt auf dem Gebiet eines ehemaligen Truppenübungsplatzes der deutschen Armee, der hier in den Dreißigerjahren des 20. Jh. angelegt wurde. Die weitläufige Militäranlage reichte nach Norden, bis über die heutige polnische Grenze hinaus. Während des Zweiten Weltkrieges war hier das Kriegsgefangenenlager Stalag I A Stablack eingerichtet. Heute befindet sich in den ehemaligen Kasernen in Kamińsk ein Gefängnis. Diesen Abschnitt kann man ebenso auf dem Radwanderweg Green Velo befahren, der entlang der Eisenbahnlinie parallel zur Straße verläuft. In diesem Teil hat er einen Schotterbelag und er ist frei von Autoverkehr.
Der weitere Teil der Route verläuft auf Asphaltwegen von gewöhnlich schlechter Qualität, die frei von Autoverkehr sind, durch Wiesen und Felder am Fuß des Stablacks (Wzniesienia Górowskie). Dabei handelt es sich um eine von Moränen geprägte, landschaftliche Anhöhe, die sich deutlich von den umliegenden Niederungen abhebt und deren durchschnittliche Höhe 150 m ü. d. M. überschreitet. Den Stablack durchschneidet das Flusstal der Wałsza, die eine malerische, tiefe Schlucht bildet. Die größte Attraktion entlang der Route ist das direkt an der Grenze zu Russland gelegene, zum Großteil von einer ethnisch ukrainischen Bevölkerung bewohnte Żywkowo, das auch „Storchendorf“ genannt wird ist. Man schätzt, dass sich hier im Sommer ca. 160 Störche aufhalten. Auf Hausdächern und Bäumen kann man Dutzende von Nestern dieser Vögel sehen. Einige von ihnen kann man direkt beobachten, von einem speziellen Aussichtsturm aus, der sich auf dem Gelände eines Hofs befindet, der von der Polnischen Vogelschutzgesellschaft betrieben wird. Es gibt hier auch Lehrpfade, die es ermöglichen, die Gewohnheiten und Biologie dieser populären Vögel besser kennenzulernen.
Ein paar hundert Meter hinter Żywkowo gelangt die Route zu einem Asphaltweg. Auf dessen gegenüberliegender Seite befindet sich ein hoher Beobachtungsturm. Hier entlang verlief früher die Straße nach Preußisch Eylau (das heutige Bagrationowsk), einer Stadt, die ca. 1 km von der Grenze entfernt liegt. Während eines Feldzuges von Napoleon fand am 7. und 8. Februar 1807 in der Nähe von Preußisch Eylau eine Schlacht zwischen dem französischen Heer und den vereinigten Heeren von Russland und Preußen statt. Im Jahr 1945 gehörte der Ort für einige Monate zu Polen, später wurde er der UdSSR angeschlossen. Der letzte Abschnitt der Route führt auf einer wenig befahrenen, örtlichen Straße zurück nach Górowo Iławeckie.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke:

  1. Górowo Iławeckie - Museum der Gasindustrie, historische Bauwerke
  2. Kamińsk – ehemaliger Truppenübungsplatz und Kriegsgefangenenlager
  3. Stablack (Anhöhen von Górowo)
  4. Żywkowo - Storchendorf

Die gesamte Route ist für Fahrräder mit Taschen bzw. Anhänger befahrbar. Die Strecke führt ausschließlich über verkehrsfreie Wege oder örtliche Wege mit geringem und sehr geringem Verkehrsaufkommen, keinerlei gefährliche Kreuzungen. Die Strecke dient zur aktiven Erholung.

Startpunkt:

Górowo Iławeckie – Kreuzung der Straßen ul. Przemysłowa und ul. Sikorskiego

Endpunkt:

Górowo Iławeckie - Kreuzung der Straße ul. Armii Czerwonej und der Woiwodschaftsstraße Nr. 512

 

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Rozwój Polski Wschodniej Europejski Fundusz Rozwoju Regionalnego

Projekt współfinansowany przez Unię Europejską ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Rozwój Polski Wschodniej 2007-2013