Sprache:

Routensystem

Fahrradroute Hajnówka - Piaski

Andere Radwege

Distanz (km) Höhe ü. d. M.
Strecke
80.9 km
Zeit der Fahrt
5:33h
Für Wen
Für Amateure der kulturellen Erbe
Schwierigkeitsgrad
Für Fortgeschrittene
Über die Route
Kennzeichnung
Rot
Neigung
0.49 %
der höchste Punkt
181 m
der tiefste Punkt
147 m
Summe der Einfahrten
386 m
Summe der Abfahrten
382 m
verbunden mit Green Velo
Ja
Woiwodschaft
Podlaskie
Königreich:
Urwälder Białowieska und Knyszyńska

Die rote Fahrradroute Hajnówka – Piaski ist ein Vorschlag für eine etwas mehr als 80 Kilometer lange Fahrradtour durch den südlichen Teil des Białowieża-Urwaldes und die weitläufigen Ebenen, die sich westlich des Urwaldes erstrecken. Die Route verläuft durch alte, von der Zeit vergessene, für Podlachien typische Dörfer, in denen man zahlreiche orthodoxe Kirchen, Wegkreuze, kleine Kapellen und Holzhütten sehen kann. Die Strecke verläuft relativ eben und ist nicht allzu schwierig, wobei sie dem Wind ausgesetzt ist.

Allgemeiner Streckenverlauf: Hajnówka (0,0 km) - Nowoberezowo (6,2 km) - Czyże (13,1 km) - Zbucz (16,1 km) - Krywiatycze (20,5 km) - Stary Kornin (23,9 km) - Dubicze Cerkiewne (31,0 km) - Kleszczele (47,1 km) - Dobrowoda (51,5 km) - Czeremcha (58,1 km) - Opaka Duża (67,3 km) - Wiluki (76,2 km) - Piaski (80,9 km).

Die Fahrradroute beginnt in Hajnówka, neben dem Stadtamt (Urząd Miasta). Hajnówka entstand im 16. Jahrhundert als eine Siedlung von Waldaufsehern, die über den Białowieża-Urwald wachten. Deswegen befindet sich an einem der Kreisverkehre in der Stadt die Skulptur eines Wächters. Die Blütezeit der Stadt kam im 20. Jahrhundert, zusammen mit der Entwicklung der Industrie zur Holzverarbeitung und der Forstwirtschaft. Hier treffen Touristenrouten aufeinander, kursiert die Waldschmalspurbahn, lädt ein moderner Wasserpark zur Erholung ein. In der Stadt lohnt es sich u. a. das Museum und Zentrum der Weißrussischen Kultur zu sehen, das Museum für Schlosserei und Schmiedekunst sowie den Park mit Miniaturen historischer Gebäude von Podlachien. Das Aushängeschild der Stadt ist die Skulptur eines Wisents – des Königs des Białowieża-Urwaldes. Die Route führt aus dem Zentrum in nordwestlicher Richtung, nach Nowoberezowo. Dort befindet sich die erste orthodoxe Kirche entlang der Route. Das Gelände besteht aus offenen Feldern. Die praktisch ebene Landschaft wird von Zeit zu Zeit durch Baumgruppen aufgelockert, alte Wegkreuze und kleine Kapellen, sowie Dörfer, in denen sich in den letzten Jahrzehnten wenig verändert hat. Die malerischen, alten Holzhütten, die traditionellen Lattenzäune sowie der fehlende Autoverkehr sind charakteristisch für die hiesige Gegend. Die Mehrzahl der historischen Bauwerke ist ausgeschildert und neben den Bauten sind Informationstafeln aufgestellt. Die Route verläuft über Stary Kornin, wo sich die nächste orthodoxe Kirche befindet, zum Dorf Dubicze Cerkiewne. Auf dem Gemeindefriedhof ragen blaue Kreuze in die Höhe, im Dorf wiederum begeistert die blaue, orthodoxe Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche. In der Nähe der orthodoxen Kirche befinden sich ein Dutzend Votivkreuze aus Holz und die Kammer der Tradition der Freiwilligen Feuerwehr. Es lohnt sich von der Route abzuzweigen, um am Stausee Bachmaty eine Pause am Badestrand einzulegen. Die Strecke verläuft nach Süden in Richtung Kleszczele und trifft dabei auf den gekennzeichneten Radwanderweg Green Velo. Die Gegend wird waldreicher, denn ab hier beginnt ein Abschnitt, der durch den südlichen Teil des Białowieża-Urwaldes verläuft. Dieser Teil hat den Charakter von Wirtschaftswäldern und ist um einiges mehr vom Menschen verändert als der Urwald in der Gegend von Białowieża. Nichtsdestotrotz treffen wir auch auf urwüchsige Abschnitte, die Gegend ist dünn besiedelt und es gibt hier viele Waldtiere. Die Route führt nach Kleszczele, das neben Hajnówka eine von zwei Städten in der Region des Białowieża-Urwaldes ist. Kleszczele besitzt nur etwas mehr als 1 300 Einwohner. Die Stadt wurde von König Sigismund dem Alten im Jahr 1529 gegründet. Im Ortszentrum steht ein Denkmal des Stadtgründers. Es lohnt sich, die Sakralbauten zu sehen – die orthodoxe Kirche mit sechs Kuppeln und die katholische Kirche. Die weitere Route führt über Dobrowoda und Repczyce, parallel zum Radwanderweg Green Velo, nach Czeremcha. In Repczyce am Fluss Nurzec wurde in den Jahren 2001-2002 ein Gewässer angelegt, das als Freizeitort genutzt wird. Czeremcha ist ein historisch wichtiges Eisenbahnzentrum, das am Rand des Białowieża-Urwaldes gelegen ist. Ende des 19. Jh. führte hier die Eisenbahnlinie Odessa – Königsberg entlang. Das Dorf entstand im Jahr 1905, am Knotenpunkt strategischer Eisenbahnlinien. Vor Ort sind museale Exponate des Eisenbahnwesens ausgestellt. Ebenso befindet sich hier ein internationaler Bahngrenzübergang nach Weißrussland, im benachbarten Połowce wiederum befindet sich ein modernes Terminal für den Fahrzeugverkehr. Von diesem Ort biegt die Route nach Norden ab, um sehr nahe der weißrussischen Grenze durch im Wald verstreute, kleine Dörfer zurück in Richtung Hajnówka zu führen. Es lohnt sich, die nicht weit von der Route entfernte orthodoxe Kirche in Werstok zu sehen. Vom Dorf Piaski, in dem die Route endet, kann man die blaue Route entlang nach Hajnówka zurückkehren, über Topiło oder Orzeszkowo. Eine solche Schleife beträgt beinahe 100 Kilometer, somit eignet sie sich für eine lange, ganztägige Tour oder einen zweitägigen Ausflug.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke:

  1. Hajnówka - Sakralbauten
  2. Nowoberezowo – orthodoxe Kirche
  3. Stary Kornin – orthodoxe Kirche
  4. Dubicze Cerkiewne – orthodoxe Kirche, alte Windmühle, Stausee Bachmaty
  5. Kleszczele – historische Sakralbauten
  6. Czeremcha – historische Sakralbauten
  7. Alte Wegkreuze, Kapellen, alte Hütten – entlang der ganzen Route
  8. Landschaften des südlichen Teils des Białowieża-Urwaldes – Abschnitt von Dubicze Cerkiewne nach Süden.

Die gesamte Route ist für Fahrräder mit Taschen bzw. Anhänger befahrbar. Die Strecke führt ausschließlich über verkehrsfreie Wege oder örtliche Wege mit geringem und sehr geringem Verkehrsaufkommen, keinerlei gefährliche Kreuzungen. Route mit besonders wertvollen Sehenswürdigkeiten im Bereich des Kulturerbes.

Startpunkt:

Hajnówka, Stadtamt

Endpunkt:

Piaski

Orte auf der Route (1)

Rozwój Polski Wschodniej Europejski Fundusz Rozwoju Regionalnego

Projekt współfinansowany przez Unię Europejską ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Rozwój Polski Wschodniej 2007-2013