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Routensystem

Gelbe Fahrradroute in der Gemeinde Bartoszyce

Andere Radwege

Distanz (km) Höhe ü. d. M.
Strecke
30.8 km
Zeit der Fahrt
2:30h
Für Wen
Für gelegentliche Fahrräder
Schwierigkeitsgrad
Für Fortgeschrittene
Über die Route
Kennzeichnung
Gelb
Neigung
0.63 %
der höchste Punkt
117 m
der tiefste Punkt
57 m
Summe der Einfahrten
194 m
Summe der Abfahrten
194 m
Abschnitte mit hohem Hang
4
Woiwodschaft
Warmińsko-Mazurskie
Königreich:
Ermland und Umgebung

Die gelbe Fahrradroute in der Gemeinde Bartoszyce ist eine etwa 30 Kilometer lange Strecke, die durch den Norden von Bartoszyce führt. Sie verläuft durch malerisches, hügeliges Gelände, auf unbefestigten und asphaltierten Wegen, stellenweise über Pflasterstein und sandige Abschnitte. Die Route ist praktisch nicht gekennzeichnet und besitzt keine touristische Infrastruktur.

Allgemeiner Streckenverlauf: Dąbrówka, Grenze zu Bartoszyce (0,0 km) - Nalikajmy (2,8 km) - Basze (7,8 km) - Bezledy (13,6 km) - Solno, kleiner See (17,6 km) - Bezledy (21,6 km) - Kiertyny Małe (24,3 km) - Nalikajmy (28,0 km) - Dąbrówka, Grenze zu Bartoszyce (30,9 km).

Zusammen mit der Fahrt vom und zum Zentrum von Bartoszyce  umfasst die Strecke etwa 35 Kilometer. Die Route beginnt im nördlichen Teil von Bartoszyce. Sie verläuft durch ein paar Dörfer zur Landesstraße im Dorf Bezledy, abwechselnd durch Felder und Wälder. In der Nähe befindet sich einer der wichtigeren Autogrenzübergänge an der polnisch-russischen Grenze. In den Ortschaften entlang der Strecke sind zahlreiche alte Häuser aus Ziegelstein erhalten, die mit Dachschindeln gedeckt sind und verzierte Simse und Friese besitzen. Eine solche Bebauung war für die ganze Region von Ostpreußen im 19. und 20. Jahrhundert typisch. Die bis heute erhaltenen Bauten prägen die für die Dörfer des Ermlands charakteristische Kulturlandschaft. Trotz der Zerstörungen, die von der Roten Armee während der Offensive von 1945 angerichtet wurden sowie des späteren, langjährigen Zerfalls der verlassenen Güter wird die Schönheit der alten Architektur in den letzten Jahren aufs Neue entdeckt. Die Route verläuft nach der Überquerung der Landesstraße für vier Kilometer in Richtung Westen zum Solno-See. Als nächstes kehrt die Route nach Bezledy zurück und verläuft auf der Landesstraße nach Süden. Von dort führt sie erneut durch Wälder und Felder zum Dorf Nalikajmy, von wo sie nach Bartoszyce zurückkehrt. Bei einem Ausflug entlang dieser Route lohnt es sich, die Stadt Bartoszyce zu besichtigen. Sie besitzt eine jahrhundertealte Geschichte und Tradition, die polnische und deutsche Einflüsse miteinander verbindet. Sie war fast immer schon eine Grenzstadt – zuerst zwischen dem zum Königreich Polen gehörenden Ermland und dem Deutschordensstaat, danach dem Königreich Preußen. Seit 1945 trennen die Stadt nur 10 km von der Grenze zur Oblast Kaliningrad der Russischen Föderation. Der Name von Bartoszyce stammt wahrscheinlich vom ehemaligen prußischen Stamm der Barten, die bis zum 13. Jahrhundert diese Gegend bewohnten.  Um 1240 baute der Deutsche Orden an der Stelle einer früheren prußischen Burg einen Wachturm, der später durch eine heute nicht mehr erhaltene Burg aus Mauerwerk ersetzt wurde. Die Stadt Bartenstein (das heutige Bartoszyce) wurde im 14. Jh. gegründet und innerhalb von kurzer Zeit mit einer Mauer umgeben. Bartenstein gewann nach dem Dreizehnjährigen Krieg an Bedeutung. Es wurde damals zu einer der bevölkerungsreichsten Städte des durch den Zweiten Frieden von Thorn beschnittenen Deutschordensstaats. Es entwickelte sich der Handel mit Polen, und die Stadt gewann den Status der nach Königsberg zweitwichtigsten Stadt des Herzogtums Preußen. Die Stadt verfügt über eine gut erhaltene, mittelalterliche bauliche Struktur sowie zahlreiche historische Bauten. Leider ist die Burg des Deutschen Ordens nicht mehr erhalten und die Zerstörungen der Bebauung der Stadt während der Zeit des Zweiten Weltkrieges betrugen ca. 50 %. Es lohnt sich insbesondere, die gotische Basilika St. Johannes der Täufer sowie das Heilsberger Tor (Brama Lidzbarska) zu sehen, die Erinnerungsstücke an die mittelalterliche Stadtbefestigung sind. An noch ältere Zeiten erinnern die Steinfiguren, die „preußische Weiber“ genannt werden, die an einem der Kreisverkehre stehen. Bartoszyce wird oft von Paddlern besucht, die auf der Łyna entlangfahren.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke:

  1. Bartoszyce – historische Bauten, bauliche Struktur der Stadt
  2. Landschaften entlang der Route (malerische Aussichten)
  3. Für die Region typische Ziegelsteingebäude in den Dörfern entlang der Route.

Die Route ist nicht in ihrer Gesamtheit für Fahrräder mit Taschen bzw. Anhänger befahrbar. Die Strecke verläuft insgesamt oder teilweise entlang von Wegen mit mittlerem Verkehrsaufkommen. Es gibt mindestens eine gefährliche Kreuzung (ohne Radübergang oder Ampelanlage), nicht unbedingt empfehlenswert für Familien mit Kindern. Die Strecke dient zur aktiven Erholung.

Startpunkt:

Dąbrowa, Grenze zur Stadt Bartoszyce

Endpunkt:

Dąbrowa, Grenze zur Stadt Bartoszyce

Rozwój Polski Wschodniej Europejski Fundusz Rozwoju Regionalnego

Projekt współfinansowany przez Unię Europejską ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Rozwój Polski Wschodniej 2007-2013