Sprache:

Fahrradkönigreiche

Urwälder Białowieska und Knyszyńska

Woiwodschaft
Podlaskie
Königreich:
Urwälder Białowieska und Knyszyńska
Routen im Königreich:
10
Orte im Königreich:
74

Paradies der Wisente – so könnte man das Gebiet kurz bezeichnen. Die Route zwischen Białystok und Czeremcha verläuft fast gänzlich durch zwei riesige Waldkomplexe, darunter den als Welterbe von UNESCO für Biosphärenreservat erklärten Nationalpark Urwald Puszcza Białowieska. Eine Reise durch diesen Routenabschnitt ermöglicht es, die hier in Freiheit lebenden Herden der Wisente zu beobachten. Häufig kann man auch Elche antreffen. Die Urwälder Puszcza Białowieska und Puszcza Knyszyńska sind auch Aufenthaltsorte für Wölfe, Luchse, Hirsche, Wildschweine, Rehe sowie viele Vogelarten, darunter viele seltene Greifvögel, Raufußhühner und Birkhühner.

Anfangs verläuft die Trasse durch die Hauptstadt der Woiwodschaft Podlachien, Białystok. Diese Stadt ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, sowie das Zentrum der Verwaltung, der Wissenschaft und der Wirtschaft. Die Stadt verfügt über zahlreiche sichere asphaltierte Fahrradwege und entsprechende Fahrradständer.

In Białystok kann man sich den imponierenden Palast der Adelsfamilie Branicki – „Versailles von Podlachien” mit seinen Gärten, den in den letzten Jahren revitalisierten Marktplatz sowie die Promenade in der Straße Lipowa, interessante katholische und orthodoxe Kirchen, Museen sowie die moderne Oper und Philharmonie ansehen, wo auch das Regionale Zentrum der Tourismusinformation untergebracht ist. Die Stadt kann man auch über zahlreiche thematische Radwege besichtigen, unter anderem den Weg der Kirchen, der Holzarchitektur, der Familie Branicki.

Białystok stellt mit Sicherheit einen der wichtigsten Etappenpunkte auf der Green-Velo-Route dar. Diese Stadt ist auch ein ausgezeichneter Ort für den Abschluss oder für den Beginn einer Exkursion in den Nordteil der Route (zum Beispiel von oder nach Elbląg) oder in Richtung Süden, nach Rzeszów oder Przemyśl.

Von Białystok führt die Route in Richtung Osten und fast sofort hinter dem Stadtrand von Białystok beginnt das Waldrevier des Urwalds Puszcza Knyszyńska und ein asphaltierter Fahrradweg führt entlang der Woiwodschaftsstraßen. Im Tal des Flusses Supraśl, im Herzen des Urwalds, liegt das reizende Grenzstädtchen Supraśl. Hier wurde der Spielfilm „U Pana Boga za piecem“ und die TV-Serie „Blondynka“ gedreht. Über der Kleinstadt mit den außergewöhnlich schönen Holzbauten erhebt sich das majestätische, nach dem 2. Weltkrieg rekonstruierte orthodoxe Kloster. Ein Unikum ist das Ikonen-Museum. Es ist eine Pflichtstation für jede Exkursion. Im Städtchen sollte man auch die ostpolnische Küche probieren. Für so ein kleines Städtchen gibt es hier aber viele interessante historische Kulturdenkmäler sowie angenehme agrotouristische Quartiere und Übernachtungsmöglichketen mit unterschiedlichem Standard. Hier hat auch das in Polen und im Ausland bekannte Theater Teatr Wierszalin seinen Sitz. Vor einigen Jahren wurde hier auch am Fluss wieder der malerische See rekonstruiert, ein Teil des Wassersystems aus dem 17. Jahrhundert. Auf dem Fluss Supraśl gibt es auch Kajaktouren, an denen man teilnehmen kann.

Die weitere Strecke führt mitten durch den Urwald Puszcza Knyszyńska, der im Rahmen des Landschaftsschutzparks Puszcza Knyszyńska unter Naturschutz steht. Auf dieser Strecke sollte man sich auch die Baudenkmäler von Michałowo und Gródek ansehen. In den meisten Orten in dieser Gegend gibt es orthodoxe Kirchen, gekrönt mit den charakteristischen Kuppeln. In Gruszki, in der Försterei

Browsk, gibt es unter anderem ein interessantes Herbarium.

Zwischen den Urwäldern Puszcza Białowieska und Puszcza Knyszyńska zeigen sich auf dieser Trasse bestellte Ackerflächen und an einem bestimmten Punkt haben die Fahrradfahrer ein etwas breiteres Panorama vor Augen. Nachdem man den ausgedehnten künstlich angelegten See Siemianówka hinter sich gelassen hat, fährt man von der Ortschaft Narewka aus wieder in den Urwald.

Die weitere Route führt durch das Herz des Urwalds Puszcza Białowieska, am Rande des Nationalparks, zum Forstrevier Stara Białowieża. Hier, umgeben von jahrhundertealten Eichen, die an die Zeiten von König Jagiełło erinnern, biegt die Haupttrasse nach Westen in Richtung Hajnówka ab.

Man sollte aber auch nach Osten, über das im Urwald liegende Dorf Pogorzelce in Richtung einer weiten Lichtung fahren, auf der Białowieża – die Hauptstadt dieses Gebietes liegt, die gegenwärtig ein populärer touristischer Ort ist. Dort ist vieles von der damaligen, im Wald liegenden Siedlung mit ihren farbigen Holzhäusern erhalten geblieben. Dank der Gastfreundschaft und der Offenheit der Einwohner von Białowieża fühlt sich hier jeder wie zu Hause. Vor Ort gibt es einige Restaurants, in denen man Gerichte der regionalen Küche kosten kann. Und zu den Pflichtbesuchen gehören: das Natur- und Waldmuseum Muzeum, das Wisentgehege, die orthodoxe Kirche mit der einmaligen Ikonostase, sowie ein Spaziergang durch den Park an der ehemaligen Zarenresidenz und ein Ausflug mit dem Fremdenführer durch den wichtigsten Teil des Parks – das Naturschutzgebiet. Man kann von der Hauptroute abbiegen, um die Gegend zu besichtigen. Natürlich muss man dafür mehr Zeit einplanen, aber es lohnt sich, wie immer auf dieser Route!

Von Białowieża führt die Route durch Waldschneisen (Tryba Hajnowska). In Hajnówka ist die Dreieinigkeitskathedrale eine interessante Sehenswürdigkeit. Der weitere Teil der Route führt durch das weitläufige Flachland Równina Bielska am Rande des Urwalds. Auf der gesamten Strecke liegen zahlreiche idyllische Dörfer mit gepflegten farbigen Holzbauten.

Die Trasse verläuft durch Kleszczele nach Czeremcha (ein lokaler Eisenbahnknotenpunkt), verlässt dann das Dickicht des Waldes und lenkt die Radfahrer in ihr nächstes magisches Paradies auf der Green-Velo-Route, ins Tal des Flusses Bug.

Rozwój Polski Wschodniej Europejski Fundusz Rozwoju Regionalnego

Projekt współfinansowany przez Unię Europejską ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Rozwój Polski Wschodniej 2007-2013