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Fahrradkönigreiche

Das Suwałki-Gebiet und der Urwald Augustowska

Woiwodschaft
Podlaskie
Königreich:
Das Suwałki-Gebiet und der Urwald Augustowska
Routen im Königreich:
16
Orte im Königreich:
93

Das Suwałki-Gebiet und der Urwald Augustowska sind zwei Teile von einem Radfahrerparadies im Nordosten Polens. Es ist eine der wunderschönsten Gegenden unseres Landes, bekannt für ihre außergewöhnliche Natur, ihre sauberen Flüsse, Wälder und Seen sowie für die eisigen Winter- und die drückend heißen Sommertage.

Dieses Gebiet ist ungewöhnlich vielfältig. Der nördliche Teil ist das märchenhafte Suwałki-Gebiet mit seinen zahlreichen tiefen Seen, darunter mit dem See Hańcza (108 Meter), den malerischen Erhebungen und dem grünen Mosaik der Felder, Wiesen und Wälder. Diese Landschaf und die Vorzüge des Suwałki-Gebiets polenweit einmalig. Beide Sehenswürdigkeiten stehen auch im Rahmen des Landschaftsschutzparks Suwałki unter Naturschutz.

Die Green-Velo-Route verläuft durch die interessantesten Orte des Suwałki-Gebietes. Der erste auf der Route ist Bolcie, ein Ort in unmittelbarer Nähe des Grenzdreiecks von Polen, Litauen und Russland (Aussichtspunkt). Die Route führt dann zum bekannten Urlaubsort Wiżajny, der am gleichnamigen See liegt.

Bewohnt ist diese Umgebung von der zahlreichen litauischen Minderheit, die in einigen Orten, zum Beispiel in Puńsk, überwiegt. Deshalb kann man auch in den lokalen Restaurants Spezialitäten der litauischen Küche kosten, wie Czebureki, Kibiny oder Kugel (Kartoffelkuchen).

Die Route führt jetzt am Rande des Landschaftschutzparks Suwalski entlang, am Westufer des Sees Hańcza, an der Südseite des Flusstals von Czarna Hańcza und umgeht die höchsten Erhebungen des Suwałki-Gebiets mit den Bergen Góra Cisowa und Góra Zamkowa. Von hier aus führt die Route am südlichen Rand des Sees Szelment Wielki, am neuen Wintersportzentrum und dann in den Stadtkern von Suwałki.

Suwałki ist die größte Stadt im nördlichen Teil der Woiwodschaft Podlachien und ein wichtiges Wirtschafts-, Verkehrs- und Verwaltungszentrum. Die Stadt hat ein renoviertes Zentrum, ein interessantes urbanes System, historische katholische und orthodoxe Kirchen, einen Marktplatz mit dem klassischen Rathaus sowie das Bezirksmuseum und das Maria-Konopnicka-Museum. Bekannt ist Suwałki auch als Stadt der Wichtel. Radfahrer werden mit Sicherheit mit dem guten Netz von Radwegen zufrieden sein, das die ganze Stadt abdeckt.

10 Kilometer südöstlich von Suwałki, finden wir die nächste Perle der Natur, den See Wigry, der im Rahmen des Nationalparks Wigierski unter Naturschutz steht. Es ist der fünfttiefste (bis 74 Meter) und zehntgrößte (über 21 km2) See Polens. Berühmt ist er durch seine Edelfische, wie Lavarete und Kleine Maräne, sowie durch die ungewöhnlich abwechslungsreiche Uferlinie und seine 18 Inseln. Über dem nördlichen Teil des Sees erhebt sich auf einer Halbinsel der nach dem 2. Weltkrieg rekonstruierte Kamaldulenser- Klosterkomplex aus dem 18. Jahrhundert mit der barocken Kirche. Die Trasse verläuft nördlich von dem See und führt fast bis zum Kloster. In der Ortschaft Stary Folwark befindet sich das Wigry-Museum.

Weiter geht es in das Gebiet des Urwalds Augustowska und danach in Richtung Südost, am Czarna Hańcza und Kanal Augustowski vorbei. Auf diesem Abschnitt können Radfahrer, statt der weiten Landschaften und Hügel, die Stimmung des großen Waldes genießen. Das Terrain bleibt flach an der ganzen Strecke bis Chełm in der Woiwodschaft Lublin.

Auf dem Gebiet des Urwalds wurden viele Schutzflächen für wertvolle Naturgebiete ausgewiesen. Die Attraktion auf diesem Teilstück ist die wunderbare Sicht auf Czarna Hańcza – einen der saubersten Flüsse Polens – sowie auf die Schleusen des Kanals Augustowski – ein historisches Denkmal. Hier wäre es angeraten, in eine Richtung mit dem Kajak und zurück mit dem Fahrrad zu fahren, um Kajak- und Radtourismus miteinander zu koppeln und zwar in einer der schönsten Ecken Polens.

Die letzte Pflichtstation in diesem Gebiet ist Augustów. Diese am Rande des Urwalds liegende und von Seen umgebene Stadt genießt den Status eines Kurorts und ist touristisch sehr gut vernetzt. Die grüne Stadt ist ein Paradies für Wassersportfreunde. Sie ist praktisch mit einem dichten Netz von Radwegen abgedeckt, von denen einige an den städtischen Seen verlaufen.

In Augustów befindet sich auch die Station der Eisenbahnlinie Białystok – Suwałki. Die Hauptfahrradroute verläuft am Stadtrand, aber man kann ins Zentrum auf der standardmäßig ausgewiesenen Green-Velo-Route kommen.

Die touristische Bewirtschaftung des Landschaftsschutzparks Suwałki, sowie der Umgebung von Wigry und Augustów ist ausgezeichnet. Das dichte Netz von gut ausgewiesenen Radwegen ist ein Anreiz, die interessanten Orte zu besichtigen. Wegweiser leiten zu den Aussichtspunkten, Reservaten, Felsansammlungen, Hügeln, Schleusen… Wortwörtlich gibt es Attraktionen wie Sand am Meer.

Es wäre einfach schade, dieses Gebiet nur auf der Haupttrasse zu durchfahren. Komplexe Besichtigung dieses Radfahrerparadieses dauert mindestens zwei Wochen und bedeutet jede Menge Spaß und viele interessante Ausflüge auf den lokalen Routen.

Ein großer Teil der Green-Velo-Route deckt sich mit der Storchentrasse Podlaski Szlak Bociani, die zum Greenways-Netz gehört, oder verläuft in deren Nähe. Von Augustów führt die Trasse nach Süden durch die Sümpfe von Biebrza und Narew. Das ist aber schon das nächste Radfahrerparadies auf der Green-Velo-Route.

Rozwój Polski Wschodniej Europejski Fundusz Rozwoju Regionalnego

Projekt współfinansowany przez Unię Europejską ze środków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Rozwój Polski Wschodniej 2007-2013